Über kai stumper

Rechtsanwalt und Inhaber der Kanzlei Dr. Stumper im Netzwerk firstlex

Willkommen an Bord, Herr Dr. Sturm !

Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Sturm ist jetzt Mitglied im Anwaltsnetzwerk firstlex.

Dr. Sturm, Jahrgang 1960, ist seit über 25 Jahren in der Beratung tätig. Trotz Spezialisierung auf bestimmte Schwerpunkte versteht er sich als Generalist, der über den Tellerrand schaut.

Seit 2005 ist Dr. Sturm Gesellschafter und Geschäftsführer der random coil Dr. Sturm Rechtsanwaltsgesellschaft mbH.

Dr. Sturm betreut mittelständische Unternehmen, vermögende Privatpersonen sowie Land- und Forstwirte. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen im Steuerrecht einschließlich Steuerstrafrecht, in der Vermögensnachfolge, dem Gesellschaftsrecht, und in der Vertragsgestaltung.
Zum Steuerrecht gehört insbesondere das Führen steuerlicher Verfahren vor Finanzgerichten und Bundesfinanzhof. Auch das Führen komplexer zivilrechtlicher Verfahren und die streitvermeidende Beratung im Vorfeld gehören dazu. Besonders zu erwähnen sind das Agrarrecht und das Pferderecht.

Dr. Sturm spricht Englisch und Italienisch. Er ist Dozent im Wirtschaftsrecht an der FHDW Paderborn und Bielefeld.

Weitere Informationen zu Dr. Sturm und seiner Kanzlei finden Sie hier.

 

Neue Auflage – Datenschutz simplified

Neue Auflage

Datenschutz simplified

Datenschutz simplified – Leitfaden für Arbeitsrecht, Auftragsdatenverarbeitung, Datenexport, Social Media und Haftung

Bestellbar in allen Buchhandlungen oder online bei z.B. amazon.de oder
hier: http://www.epubli.de/shop/buch/Datenschutz-simplified-Kai-Stumper-9783844238693/21387

  • Aktualisiert
  • Noch mehr Schaubilder
  • Erweiterung zur Zulässigkeit der DV im Arbeitsleben
  • Grössere Schrift
  • Jetzt 208 Seiten

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Autor: Kai Stumper (Autor)

Preis: 24,90 €

Beschreibung:

Dieses Buch erklärt das Thema Datenschutz auf einfache Weise.
Es legt die Grundzüge des Datenschutzrechts dar.
Und es vertieft Spezialaspekte aus arbeitsrechtlicher Sicht.
Dabei geht es um:
-Datenschutz im Arbeitsverhältnis
-Auftragsdatenverarbeitung
-Datenexport ins Ausland
-Social Media
-Haftung aus der Perspektive des Mitarbeiters.
-Geplantes neues Arbeitnehmerdatenschutzgesetz
Das Buch nennt sich „simplified“, weil es versucht, sich in einfachem Deutsch auszudrücken, auf die Darstellung juristischer Streitstände verzichtet und keinen Fußnotenapparat … weiterlesen »

Softcover | DIN A5 hoch | 208 Seiten s/w | ISBN: 9783844238693
Erscheinungsdatum: 12.11.2012

Beten für den Anwalt

Ruft mich ein potentieller Mandant an und fragt an, ob ich mir mal seine Verträge ansehen könne, es gäbe da Unsicherheiten bei den AGB und beim Datenschutz.

Ich bejahe das natürlich.

Er schlägt daraufhin vor, ich könne ja mal “drüberschauen” und ihm dann am Telefon erklären, ob da was zu tun sei und mit welchem Aufwand.

Ich weise darauf hin, daß bereits diese Tätigkeit anwaltliche Leistung darstelle und es je nach Umfang seiner Verträge (ich kannte sie ja noch gar nicht) durchaus eine halbe Stunde oder auch deutlich mehr dauern könne, bis ich sie überhaupt gesichtet hätte.

Nun erklärt er mir, er kenne mich ja gar nicht. Er habe das Bedürfnis, zu seinem Anwalt ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. Das könne er aber ja erst, wenn er wisse, wie ich an die Dinge herangehe, wie ich arbeite und denke. Er stelle sich daher vor, daß ich ihm im Telefonat erstmal die Möglichkeit einräume, sich eine solche Meinung von mir zu bilden oder eben auch nicht.

Ich wende ein, daß dies ja, wenn man es mal abstrahiere, bedeute, daß er z.B. bei einem Arzt zunächst eine kostenlose Behandlung erwarte, um mal zu sehen, ob es ihm gelinge, ein Vertrauensverhältnis zu diesem Arzt aufzubauen.

Das weist er von sich. Dieser Vergleich hinke, er könne ja auch woanders hingehen, wenn ich es nicht nötig hätte.

Liebe potentielle Mandanten: bitte entschuldigt, daß ich mich fast zehn Jahre für zwei Examen und eine Promotion (nicht abgeschrieben und nicht gekauft) ausgebildet habe. Bitte seid mir nicht böse, daß ich in dieser Zeit keine Rentenansprüche erwerben konnte und für meine Ausbildung so viel Geld ausgegeben habe, wie andere Menschen zur gleichen Zeit in Ihre Eigentumswohnung investieren. Und bitte verzeiht mir die unglaubliche Dreistigkeit, die ja eigentlich darin liegt, daß ich nun nach dieser Ausbildung und weiteren 15 Jahren Berufserfahrung für meine Arbeit Geld verlange. Ich sollte das nicht tun, ich weiß. Es wäre besser, wenn ich einfach kostenlos tätig werde, und zwar so lange, bis mich jemand persönlich so lieb gewonnen hat, daß er mir ein bißchen was zusteckt. Bitte schließen Sie mich in Ihre Gebete ein, damit ich ein besserer Mensch werde.

 

 

Meinen, was man sagt…

Eine Mandantin zur Kanzlei Dr. Stumper – firstlex:

“Ich habe Dr. Kai Stumper als Anwalt mit großem Sachverstand kennengelernt. Das alleine schon unterscheidet ihn von der Masse seiner Kollegen.

Was ihn aber darüber hinaus zu einem außergewöhnlichen Vertreter seiner Zunft macht,  ist sein offenes und ehrliches Wort.
Er sagt, was er meint und meint, was er sagt - in den Verhandlungswirren mit dem Arbeitgeber eine für mich immer sichere Bank, auf die ich mich auch in Zukunft verlassen möchte.”

Angelika Deskowski, Verlagshaus, Hamburg

Mehr Referenzen

 

Präzision und Gespür

Aus der Referenzen-Sammlung der Kanzlei Dr. Stumper:

„Dr. Kai Stumper hat uns in einem Umstrukturierungsverfahren umfassend und sehr kompetent beraten.
Seine juristische Begleitung ist geprägt von Präzision, praktischer Anwendbarkeit und vor allem von gutem Gespür für die Bedürfnisse und Situation des Mandanten.
Wir danken für die geleistete Beratung und freuen uns auf die zukünftige.“

Johannes Everke, Marketingunternehmen, Hamburg

Anwalts-Einzelkämpfer an die Front !

Einzelkanzleien und kleine Sozietäten spüren zunehmend den Konkurrenzdruck im Markt.

Eine sinnvolle Strategie kann es darstellen, sich zu vernetzen.

Das Netzwerk firstlex sucht weitere Teilnehmer im gesamten Bundesgebiet.

Informieren Sie sich gern unter http://www.firstlex.de oder nehmen Sie direkt Kontakt zu mir auf.

Ich freue mich auf Ihre Mail oder Ihren Anruf ;-)

Ihr RA Kai Stumper

Aktuelles Seminar: Das neue Arbeitnehmer-Datenschutzrecht

Anmeldung

Alles, was ich als BR oder Personaler über das geplante Gesetz wissen muss

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Seminar für Betriebsräte und PersonalerSeit Jahrzehnten verlangen Gewerkschaften und Betriebsräte, aber auch Datenschützer, ein Gesetz zum Arbeitnehmerdatenschutz. Jetzt steht seine Verabschiedung bevor und alle sind unzufrieden.

Gleichzeitig wird gerade auf europäischer Ebene eine neue Datenshcutz-VO entwickelt.

Was die neuen Regelungen bringen und inwieweit sie Ihre Tätigkeit beeinflussen wird, zeigt Ihnen dieses aktuelle Seminar.
Erkennen Sie rechtzeitig Ihre Handlungszwänge und mögliche Strategien zur Prävention und Anpassung, auch von BV.

 

Themen:

  • Neuregelungen nach Schwerpunkten
    1. Videoüberwachung
    2. Gesundheitsprüfung
    3. Bewerbung und Internetrecherchen in z.B. Facebook
    4. Datenabgleiche
    5. Ortungstechniken
  • Vergleich mit der „alten“ Situation
    1. Was bisher schon durch die Rechtsprechung „geregelt“ war
    2. Was und wieweit bisher schon gesetzlich geregelt war
  • Kritik/Konsequenzen
    1. Sinn und Unsinn der neuen Regelungen, politische Aspekte
    2. Bilanz: was wird sich tatsächlich ändern?
    3. Bedarf zur Anpassung von BV

 

Typ: Tages-Seminar Inklusive Mittagsimbiß
Termin: 19.10.2012
Ort: Hamburg
Beginn: 9:00 Uhr Ende: 17:00 Uhr
Referent: Dr. Kai Stumper, Rechtsanwalt
Preis: 394,00 EUR zzgl. 19% MwSt.

 

Musterverfahren gewonnen

Meine Kanzlei hat gerade ein Musterverfahren für eine Massenklage mit knapp 50 Arbeitnehmern als Mandanten gewonnen.

Klageziel war die Zahlung einer Kompensationsleistung, die der Arbeitgeber versprochen hatte, falls die Abzüge aus wirtschaftlich schwierigen Zeiten (Weihnachtsgeldstreichung, Arbeitszeiterhöhung ohne Lohnausgleich etc.) mal irgendwann wieder zurückgezahlt werden könnten.

Dafür hatte er in einer BV/TV-Regelung zugesagt, bei einem bestimmten “Gewinn vor Steuern” pro Jahr entsprechende Kompensationen zu zahlen.

Die zugrundliegende Formel sahen die Kläger als erfüllt an.

Im Verfahren ging es hautpsächlich darum, daß der beklagte Arbeitgeber behauptete, ein Gewinn vor Steuern läge gar nicht vor. Dies wurde mit verschiedenen Konstruktionen begründet wie z.B. einem nachträglich ergangenen Steuerbescheid.

Gleichwohl war das Gericht überzeugt, daß ein Gewinn vor Steuern vorlag, der zu 97,5 % die Zumessung der Klagforderung rechtfertigte.

Ob der Arbeitgeber in Berufung geht, steht z.Zt. noch nicht fest.

Zum ersten Mal gut aufgehoben

Zufriedene Mandanten: die Voraussetzung für den Erfolg einer Kanzlei.

Hier ist wieder einer:

“Seit knapp einem Jahr betreuen Herr Dr. Stumper und sein Team einige anspruchsvolle Projekte bei uns. Ab diesem Zeitpunkt fühlen wir uns zum ersten Mal gut aufgehoben.
Mit der Zusammenarbeit sind wir äußerst zufrieden. Man hat das Gefühl, dass das Firstlex Team uns zu jeder Zeit zur Verfügung steht.”

 K. Henkel, Industrieglas-Unternehmen, Ilmenau

Weitere Referenzen: http://www.firstlex.de/referenzen-_39.html

Neu: “Datenschutz – simplified” als eBook bei amazon (kindle)

Mein neues Buch ist draussen: Datenschutz simplified.

Dieses Buch erklärt das Thema Datenschutz auf einfache Weise. Es legt die Grundzüge des Datenschutzrechts dar. Und es vertieft Spezialaspekte aus arbeitsrechtlicher Sicht.
Dabei geht es u.a. um:

-Auftragsdatenverarbeitung

-Datenexport ins Ausland -Social Media

-Geplantes neues Arbeitnehmerdatenschutzgesetz

-Haftung aus der Perspektive des Mitarbeiters.
Das Buch nennt sich „simplified“, weil es versucht, sich in einfachem Deutsch auszudrücken, auf die Darstellung juristischer Streitstände verzichtet und keinen Fußnotenapparat vorhält. Stattdessen sind zahlreiche Schaubilder beigefügt, es wird eine eher umgangssprachliche Tonart angeschlagen und viele Beispiele erhöhen das Verständnis. Zusätzlich gibt es zum geplanten neuen Arbeitnehmerdatenschutzgesetz eine Fallsammlung mit Lösungen.

Soweit Urteile als anschaulich angesehen wurden, sind sie in den Fließtext integriert, entweder als Link oder als Text. Auch Gesetzestexte wurden in den Fließtext integriert, soweit er dabei überschaubar bleibt.

Hier ist die kindle-Version, die man bei Amazon für 8,37.- Euro haben kann.

Datenschutz – simplified eBook: Kai Stumper: Amazon.de: Kindle-Shop.

Was ist firstlex ?

1. Firstlex ist ein Kanzleinetzwerk.

2. Firstlex ist damit keine Kanzlei, sondern soll eine Qualitätszusicherung für die Mandanten unter dem Dach einer Marke sein.

3. Die Mitgliedskanzleien (Anwälte und Steuerberater) bilden zusammen den thematischen Kreis der Anliegen ab, die die Mandanten üblicherweise benötigen. Dieser Prozeß ist noch nicht abgeschlossen, weitere Mitglieder in allen deutschen Städten sind willkommen.

4. Der Mandant erhält also die Struktur einer Großkanzlei, jedoch wesentlich flexibler, da viele Strukturelemente bei firstlex virtualisiert sind.

5. Gleichwohl ist firstlex keine “online-Kanzlei”. Sie ist mehr, als eine klassische Kanzlei und mehr, als eine online-Kanzlei, weil sie beide Konzepte in sich vereint und damit letztlich alles bietet, was der Mandant möchte: er ist das Maß aller Dinge, was er wünscht, wird umgesetzt.

6. Die Mandanten sind sowohl Einzelpersonen, die sich in den klasssichen Themenbereichen Arbeitsrecht, Steuerrecht, Erbrecht etc. beraten lassen, als auch Unternehmen und deren Gremien (Aufsichtsrat, Betriebsrat, Personalrat etc.), die in wirtschaftlichen Fragen Rat benötigen.

7. Das Credo von firstlex ist dabei: wir warten nicht auf einen Rechtsstreit, sondern wir wollen ihn verhindern.

8. Bei all dem arbeiten wir eng mit Fachleuten anderer Disziplinen wie BWL, Informatik, EDV etc. zusammen. Kollegen aus dem Bereich Anwälte und Steuerberater können dem Netzwerk beitreten, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

Welche das sind und ob Sie sie erfüllen, klären Sie bitte in einem Gespräch direkt mit mir.

Der Nutzen liegt unter anderem in folgenden Aspekten:

* Präsentation als bundesweites Netzwerk unter dem Dach einer Qualitätsmarke, das alle relevanten Rechtsgebiete abdeckt.

* Übernahme und Weiterleitung von Mandats-Projektaufgaben innerhalb des Netzwerks je nach Fall zu Honoraren oder Gebührenquote.

* Nutzung von Synergien und Ressourcen, die der firstlex-Netzwerkprovider anbietet, wie etwa – Markennutzung, – Webpräsenz, – Newsletter für Ihre Mandanten – Prospekte, Flyer und Visitenkarten im CI-Stil von firstlex – Zentrales Callcenter – Personal-Sharing – Room-on-demand

* Know-How-Pool zur Steigerung Ihrer Umsatzrendite ..und eins hab ich noch vergessen: für die teilnehmenden Kanzleien/Anwälte/Steuerberater ist die Sache kostenlos. Wer also z.B. seinen Prospekt im firstlex-Layout haben möchte, zahlt die Entstehungskosten (Graphiker, ggf. Druck etc.), aber nichts extra.

Es geht im Netzwerk also um kollegiales Ziehen an einem Strang und nicht darum, daß da jemand noch etwas gesondert verdienen will.

Mal was Neues, oder ? ;-) )
Weitere Informationen unter httpwww.firstlex.de

Ich bin Gründer und Moderator der Xing-Gruppe “marketing für anwälte und steuerberater” – schauen Sie doch mal rein; die Mitglieder und ich freuen sich auf Ihren Beitritt.

Ihr Kai Stumper

 

Es reicht !

Mir reicht es jetzt.
Leute wie zu Guttenberg sind Provinz- und Ressortpolitiker. Man schüttelt über sie den Kopf, wundert sich, schämt sich fremd – aber das geht vorbei.

Ich empfinde es allerdings als unerträglich, daß an der Spitze des Staates, dem ich meine Steuern anvertraue, ein Mann steht, der sich von Dritten begünstigen läßt.
Schon als Privatmensch muß man sich fragen:
was erwartet jemand, der mir einen Kredit gibt ? Eine Gegenleistung, einen Gefallen ? Und auf welcher Ebene – privat, beruflich ?

Diejenigen, die dieser Mann seine Freunde nennt, hätten von ihm ohne seine Ämter und Funktionen, seine Avancen und Ambitionen nicht Notiz genommen.
Erst Recht hätten sie ihm kein Geld gegeben. Warum auch ?

Doch nehmen wir einmal an – was ja auch mal passieren kann – daß sich da tatsächlich zwei Menschen begegnet sind, die so gute Freunde wurden.
Dann ist es neben vielen Vorteilen öffentlicher Ämter wie (und ich meine jetzt nur die rechtmäßigen) Reisen, Kontakte knüpfen, kultiviert speisen, stets vorrangig behandelt werden etc. ein hinzunehmender Nachteil, sich das Risiko zu verkneifen, daß selbst ein so guter Freund dann doch irgendwann eine Gegenleistung einfordert.

Alles andere ist entweder Naivität oder Korruptheit.
Ich selbst halte mich weder für naiv noch für korrupt, zumindest möchte ich es nicht sein. Dementsprehend will ich mich nicht von jemandem vertreten lassen, der auch nur eine dieser Eigenschaft erfüllt.

Geht dieser Wunsch in Erfüllung ?
Ich fürchte nicht. Die Strategie des Schweigens, Wegduckens und Verharmlosens scheint auch hier Erfolg zu haben.
Und das Erstaunlichste dabei: die Umfragen legen nahe, daß das Volk den Präsidenten hat, den es verdient.
Das ist konsequent. Wo Schwarzarbeit, Steuerhinterziehung und Raubkopieren noch nicht einmal überhaupt als Unrecht wahrgenomnmen wird, da kann es sich auch ein Präsident gemütlich machen, der seine Charakterschwäche mit christlichen Vergebungsappellen auch noch als menschliches Qualitätsmerkmal fehletikettiert.

Mein Präsident hat kein Abziehbild gängiger Idealvorstellungen zu sein. Er darf Schwächen haben und Fehler machen, vor allem als Mensch. Niemals aber darf er Dinge tun, die sein Amt beschmutzen, indem er sich gerade wegen dieses oder eines anderen Amtes vereinnahmen läßt.
Er beleidigt damit diejenigen, die ihm das Amt gaben. Und das ist unerträglich.

Vertrauen verspielt ?

Es sind schon verrückte Zeiten.Da gehen Patienten zu ihrem Arzt und sagen ihm, was er ihnen zu verschreiben hat.Ihre Krankheit haben sie gegoogelt, samt Symptomen und Behandlungsweise.Und was macht der Arzt ? Es gibt zwei Sorten von Ärzten. Die einen verschreiben wie gewünscht. Sie sind nett, die Patienten lieben sie. Die anderen wollen den Patienten untersuchen, ihm sogar vielleicht erklären, daß er sich leider fehldiagonostiziert hat und ihm etwas anderes verschreiben. Noch schlimmer aber sind die Ärzte, die dann auch noch behaupten, das beste Medikament sei frische Luft, Bewegung, ab und zu mal ein Apfel.Alles kostenlose Dinge. Sehr ärgerliche Dinge. Man kann sich weder über die Krankenkasse und deren Knauserigkeit beschweren, noch über wirkungslose Medikamente, für die man auch noch zuzahlen müßte. Es bleibt nur, sich über eigene Faulheit zu beschweren, weil man eben nie dazu kommt, an die frische Luft zu gehen oder sich mal zu bewegen.Aber wer hat schon Lust, sich kostenlos über sich selbst zu beklagen ? Das ist echt ne Spaßbremse.
Wieso ich das erzähle ?
Weil es den Juristen eigentlich auch nicht viel anders geht. Wer sich z.B. mit Vertragsgestaltung beschäftigt, wird regelmäßig auf Mandanten treffen, die zwar keine Ahnung von der rechtlichen Materie haben, aber genau wissen, wie der Vertrag formuliert werden muß.Es werden Schnipsel von Verträgen hereingereicht, die bei Bekannten und Verwandten abgestaubt wurden und es werden hilfreiche Hinweise aus Google kopiert und dem Anwalt auf den Schreibtisch gelegt. Ist das nicht nett ?
Sollte man vielleicht auch künftig Rezepte mit ins Restaurant bringen und dem Koch vor der Bestellung in die Küche bringen lassen ?
Da fragt sich natürlich, ob wir alle unsere Dienstleister für komplett unfähig halten oder uns selbst für allmächtig. Vielleicht ja auch beides ?
Verdutzten Anwälten wird gern mal vorgetragen, man wolle doch nur dafür Sorge tragen, daß später auch ein “normaler Mensch” den Vertrag verstehen könne. Schade eigentlich, daß es darum ohnehin nicht geht.
Denn am Ende landet ein Auslegungskonflikt ohnehin vor Gericht, selbst wenn es ein Schiedsgericht ist. Und dort sitzen wiederum Juristen. Es ist also keine gute Idee, Verträge so zu formulieren, daß ein Nicht-Jurist sie gut versteht, ein Jurist aber leider nicht mehr.
Kann aber nicht ein Anwalt oder Richter auch Verträge verstehen, die unjuristisch formuliert sind ? Na, klar, solange es nur um die Sprache geht. Die Juristen haben selbst schuld, daß sie sich ständig als Sprachvergewaltiger bezichtigen lassen müssen.Denn tatsächlich sind es die meisten ja auch.Wer in einem Brief an Gericht oder Mandant von “dem Unterzeichner” spricht und dabei sich selbst meint, sollte sich darüber nicht wundern.
Allerdings geht das Problem etwas tiefer.Denn “das Juristische” an einem Vertrag ist ja nicht nur die Sprache, selbst, wenn sie verständlich ist.Warum wohl benötigt selbst ein schneller und fleißiger Jurist sechs bis acht Jahre für seine Ausbildung ? Sicherlich nicht, um das zu lernen, was jeder kann: lesen und schreiben.
Wie kommt aber ein Mandant auf die Idee, daß eine schöne, verständliche Sprache das Entscheidende an einem Vertrag sei ? Vielleicht, weil er meint, daß eine klare Sprache auch eine klare Struktur mit sich bringen muß, und damit liegt er ja schon mal gar nicht so falsch. Vielleicht aber auch, weil er nicht versteht, daß zwischen einer aus seiner Sicht klaren Sprache und einer juristisch fachgerechten Sprache ein Unterschied liegen kann. Sie bemerken: die Logik verbietet in dieser Formulierung nach wie vor nicht, daß eine juristisch fachgerechte Sprache auch gleichzeitig eine klare sein kann. Die Betonung liegt an anderer Stelle: “aus seiner Sicht”. Nehmen wir mal dieses Beispiel:”X wird bemüht sein, dem Y stets Zugang zu den erforderlichen Dokumenten zu ermöglichen”. Dieser Satz ist klar und verständlich. Juristisch ist er eine Katastrophe. Um zu verstehen, daß ein Satz juristisch fachgerecht und juristisch klar und verständlich, aber aus Sicht der Umgangssprache unklar und unverständlich sein kann (wenn nämlich die Mandanteninteressen umgesetzt werden, zu definieren, wie der Zugang sichergestellt wird und wann und welche Dokumente gemeint sind, mal abgesehen von der mangelnden Verbindlichkeit des Satzes), manchmal sogar sein muß, müßte ein Mandant wahrscheinlich Jura studieren.
Warum also vertrauen Mandanten nicht einfach darauf, daß ein Anwalt die Kompetenz hat, Dinge zu tun, die der Mandant nicht auf Anhieb verstehen kann ? Vielleicht ist es wie bei den Ärzten: vielleicht hat einfach nur ein Berufsstand sein Vertrauen verspielt.

Es grüßt Sie

RA Dr. Kai Stumper

www.firstlex.de

Ziel erreicht – ohne Navi !

Die Dame an der Rezeption des Hotels war erstaunt. Sie rief ins Telefon: “Haben Sie denn keinen Navi ?” Nein, ich habe keinen Navi. Das war ja der Grund, warum ich wissen wollte, ob man die drei Hoteltürme auf Fehmarn auch im Dunkeln sehen kann bzw., in welchem mein Zimmer war. Ich fühlte mich arm und igendwie völlig out. Ereilt mich jetzt dasgleiche Schicksal wie meine Eltern ? Sie hatten jahrzehntelang eine Reiseschreibmaschine, Marke Olympia (gibts auch nicht mehr), auf dem Schreibtisch im Arbeitszimmer stehen. Als ich mir dann meinen ersten PC kaufte, wußten sie nicht, wie die Schrift aufs Papier kommt. Und jetzt ich. Kein Navi – out, alt, Anschluß verloren. Ich versuchte gar nicht erst, mich zu rechtfertigen. Höflich bat ich die Dame am Telefon, nun doch einfach mal schnell meine Frage zu beantworten, ich würde mich dann schon zurechtfinden. Sie erklärte mir dann sehr umständlich, wie ich zum Hotel komme (was ich gar nicht gefragt hatte). Ich war schon froh, daß sie mich nicht daran erinnerte, am Auto das Licht einzuschalten. Dann mußte ich sie etwas bremsen. Natürlich glaubte sie, ich sei ein Orientierungslinkomat. Sie wollte es besonders gut machen. Ich dagegen wollte mir den Spaß nicht rauben lassen und platzte ihr ins Wort, ich würde das schon finden. Aus ihrer Sicht ein dramatischer Widerspruch für einen Mann ohne Navi. Aus meiner Sicht die Grundlage zur Rettung meiner Instinkte. Es geht hier nicht nur darum, die Treppe zu nehmen, obwohl der Fahrstuhl funktioniert. Nein, dieser Vergleich hinkt. Denn das Gehen auf zwei Beinen ist ein vergleichsweise primitiver Vorgang. Sicherlich – er soll nicht gänzlich ungesund sein, aber wenn man mal mit dem Fahrstuhl fährt, rostet man nicht gleich komplett ein, oder ? Mit der Orientierung ist es da schon etwas anders. So in etwa wie mit einem Rollator. Hilfreich, wenn man was am Bein hat, aber doch völlig überflüssig, solange man selbst gehen kann.
Ich also gestehe: ich habe keinen Navi. Schlimmer: ich will keinen.
Bin ich etwa ein dogmatischer Fanatiker ? Muß ich jetzt nachts auf Nägeln schlafen, darf ich nur noch Schwarzbrot essen, muß ich mich mit Bachblüten beschäftigen ?
Sicherlich – das Sitzen auf dem Hintern ist sehr anstrengend. Da ist es schon hilfreich, wenn sich die Heckklappe von selbst öffnet und schließt. Und warum sollte man beim Einparken noch das Lenkrad anfassen ? Der Muskelatrophie läßt sich ausreichend vorbeugen, indem man den Zündschlüssel umdreht.
Passend dazu gibt es das Auto mit ESP, ASP, SPG und dann natürlich den akustischen Warner, wenn der vor lauter Nichtstun eingeschlafene Fahrer über den Seitenstreifen fährt, um dem Abgrund entgegenzurasen. Ein schöner Tod, mit Warnton.
Und doch begehre ich auf. Anarchisch, revolutionär und heldenhaft verweigere ich die Prothese, die niemand braucht, der nicht bescheuerter werden will, als er schon ist.
Nur zu: versuchen Sie es ! Den Kirchturm finden, das Rathaus, den Büroturm, die Scheibe runterkurbeln, Passanten nach dem Weg fragen: unglaublich, neue sinnliche Wahrnehmungen werden offenbar. Sie können es, und Sie werden sehen, eines Tages spüren Sie wieder, wo Sie sind, welche Himmelsrichtungen es gibt, wo andere sind und vielleicht sogar, wer Sie sind. Vielleicht sagt Ihnen dann eine innere Stimme: “Sie haben Ihr Ziel erreicht”. Wäre das nicht wunderbar ?

Mandant wünscht sittenwidrige Abrechnung

Ich rechne seit ca. 10 Jahren mithilfe von Excel-Tabellen in Minuten-Taktung ab. Viele Mandanten haben mir schon vor Jahren positive Signale dazu gegeben, weil sie das als besonders transparent und fair empfinden.

Jetzt ist mir erstmals ein Fall untergekommen, in dem sich ein Mandant bitterlich beschwert hat. Er ist selbst Berater (kein Anwalt) und erklärte mir, er rechne seit eh und je im 15-Miuten-Takt ab.
Meine Minuten-Abrechnung sei pingelig und unfair. Er erwarte, daß ich auch mal Dinge zwischendurch mache, die ich nicht immer gleich zur Abrechnung eintrage.
Ich versuchte ihm zu erklären, daß es keine zwei Abrechnungsmethoden in einer geben dürfe: lax in Angelegenheiten des Anwalts, pingelig in Angelegenheiten des Mandanten.
Entweder, oder; ein Vertrag ist nur dann gut und fair, wenn für beide Seiten die gleichen Maßstäbe gelten. Im übrigen profitiere er davon, daß ich auch die kleinen Zeiteinsätze dokumentiere, denn daraus ergebe sich gerade, daß ich dafür nicht immer auch gleich eine Viertelstunde abrechne, was ja nun zu seinen Lasten gehen würde.
Dies alles überzeugte ihn aber nicht. Er wünschte sich “aus Gründen der Fairness”, daß ich bestimmte Zeiten gar nicht abrechne.

Welchen Sinn aber macht eine Kalkulation als Basis meiner Honorarabrede, wenn ich mich am Ende dann selbst betrüge (und den Mandanten gleich mit) ?
Ich fand dieses Gespräch ausgesprochen faszinierend, weil es das erste Mal war, daß ein Mandant eine, wie nun inwischen auch richterlich festgestellt wurde, sittenwidrige Abrechnung ausdrücklich einverlangt hat.

OLG Düsseldorf, Urteil vom 18.02.2010 – 24 U 183/05
1. Eine formularmäßige 15-Minuten-Zeittaktklausel verstößt wegen Benachteiligung des Mandanten gegen § 307 BGB (Bestätigung von Senat NJW-RR 2007, 129).
2. Die Angemessenheit eines Zeithonorars ist danach zu beurteilen, ob im konkreten Fall diese Honorarform, der ausgehandelte Stundensatz und die Bearbeitungszeit angemessen sind und in welchem Verhältnis das abgerechnete Honorar zu der gesetzlichen Vergütung steht.
3. Ein vereinbartes und fälliges Zeithonorar ist erst dann einforderbar, wenn dem Mandanten eine schriftliche Berechnung mitgeteilt worden ist, die den Anforderungen für die Abrechnung gesetzlicher Vergütungen entspricht und knappe Leistungsbeschreibungen enthält, die dem Mandanten die Prüfung der anwaltlichen Tätigkeit ermöglichen.

Die Rente ist sicher – der Euro auch ;-)

Die Rente ist sicher, Ihr Arbeitsplatz ist sicher und die Wirtschaft befindet sich auf Erholungskurs. Genau. Sind Sie die ständigen Unkenrufe nicht auch leid ? Nach einer tiefen Talfahrt muß es ja schließlich auch mal wieder aufwärts gehen. Und die letzten Monate ist es ja auch aufwärts gegangen. Aber wie weit geht das noch ? Haben nicht auch vor zwei Jahren die üblichen Verdächtigen, pardon: “Experten” einen euphorischen Ausblick auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung gegeben ? Hat nicht z.B. ein Bankmanager einer Bank, der heute wegen Untreue vor Gericht steht, erklärt, seiner Bank gehe es blendend, obwohl sie zum selben Zeitpunkt bereits faktisch insolvent war ?
Die Börsen feiern wieder Höchststände, die Banker kassieren wieder Millionen-Boni – die Party geht weiter, als ob nichts gewesen wäre. Aber wenn andere nicht aus ihren Fehlern lernen, kann man das denn nicht wengistens für sich selbst leisten ? Doch. Kündigen Sie z.B. ihre Lebensversicherung. Absurd ? Nun, wie Sie meinen, dann lassen Sie es. Vertrauen Sie darauf, daß die Versicherer Ihr Kapital in Staatsanleihen anlegen, weil das “die sicherste Anlageform” ist. Denn Aktien können ja fallen, wie man in der Krise mal wieder hilfreich betrachten konnte. Staatsanleihen etwa nicht ? Wenn Staaten ihrerseits insolvent sind, dann sind auch deren Papiere nichts mehr wert. Klar, bevor Deutschland pleite geht, wird erst Griechenland über die Klinge springen, oder Portugal, Spanien, England etc. Doch nachdem Frau Merkel mit scheinbarer Stärke darin eingewilligt hat, den Euro und Euroland als Ganzes im Zweifel auf Kosten Deutschlands vor dem Untergang zu retten, dürfte klar sein, daß es keine Einzellösungen geben wird. Und: kann ein Staat überhaupt pleite gehen ? Kommt drauf an, wer seine Gläubiger sind. Soweit wir als Bürger uns als solche verstehen, hat die Sache einen charmanten Vorteil: wie in anderen Insolvenzen auch, kann man die Gläubiger einfach mit der Quote dessen bedienen, was noch da ist. Und was ist noch da ? Nicht mehr viel. Da sind Untergangsszenarien wie solche von einer neuen Währungsreform gar nicht notwendig. Es genügt, nach einer ersten Phase der Deflation, die gerade kurz bevorsteht, in eine Phase der Inflation zu wechseln, und schon vernichtet sich die Schuld gegenüber den Gläubigern von selbst. Schon jetzt wird ein erheblicher Teil der künftigen Rentner sicher prognostizierbar an der offiziellen Armutsschwelle sein Leben fristen. Keine Leistungsverweigerer, Sozialschmarotzer etc, sondern Menschen wie Du und ich, die ihr Leben lang gearbeitet haben. Pech gehabt, ist grad ne schwierige Phase. Das ist gar nicht so zynisch gemeint, wie es klingt. Schließlich gibt es keinen Anspruch auf Glück, Wohlstand, Gesundheit usw. Unsere Eltern, die den Krieg durchlitten haben, können das bestätigen. Sie hatten eine “schwierige” Kindheit, wir werden einen schwierigen Lebensabend haben. Was aber daran ärgert, ist, daß dies vermeidbar gewesen wäre. Das läßt sich zwar auch von jedem Krieg sagen, aber die über Jahrzehnte angelegte Gleichgültigkeit gegenüber dringendem Handlungsbedarf in Bezug auf absehbare Zukunftsprobleme und die damit einhergehenden Ziel- und Planlosigkeit der Politik ist dann vielleicht doch noch etwas anderes als bestimmte historische Ereignisse, die einen Krieg auslösen.
Sie brauchen also ihre Lebensversicherung gar nicht zu kündigen. Denn selbst, wenn unser Staat nicht pleite geht (eigentlich ist er es faktisch schon längst) und daher die Auszahlung gar nicht mehr möglich sein wird, dürfte das, was im Alter daraus zurückfließt, keinen nennenswerten Substanzwert mehr haben. Vertrauen Sie einfach darauf, daß alles Wesentliche bereits für Sie in die Wege geleitet wurde. Und freuen Sie sich darauf, daß Sie in 15 Jahren für ein Pfund Butter nur 100.- Euro bezahlen müssen, und nicht 200.-. Oder aber 99 bugcent, der neuen Währung, auf die wir dann alle stolz sein werden, nachdem wir unsere ursprünglichen Euro-Ansprüche im Verhältnis 1 zu 100 transformieren durften. Seien Sie zuversichtlich, das Leben ist schön. Mal mehr, mal weniger.